Google-Anzeigen in Apples News-App

Google-Anzeigen in Apples News-App

Apple News ist bislang nur in englischsprachigen Ländern verfügbar.

(Bild: Apple)

Künftig ist es Verlagen offiziell erlaubt, Reklame über die Google-Tochter DoubleClick in ihre Artikel für die populäre iOS-Medienanwendung zu integrieren.

Künftig dürfen Verlage ganz offiziell Google-Anzeigen in Apple News einsetzen. Die Reklametochter des Suchriesen, DoubleClick, ist nun offizieller Werbepartner für die Nachrichten-App auf iPhone und iPad, die Teil von iOS ist. Apple hatte bereits seit gut einem Jahr die Einbindung des Werbenetzwerks im Rahmen einer Testphase erlaubt, wenn auch nur für ausgewählte Kunden. Das aktuell in Australien, Großbritannien und den USA nutzbare Apple News bereitet Medieninhalte auf und erlaubt Verlagen, digitale Magazine anzubieten.

Sinn und Zweck der neuen Kooperation soll sein, dass die Verlage Werbung für ihre Apple-News-Artikel leichter verkaufen können. Das berichtet das Marketingfachblatt DigiDay. Die Einnahmen dafür dürfen sie zudem (nach Abzug der DoubleClick-Provision) zu 100 Prozent behalten, Apple will keinen Anteil. Konkret unterstützt wird der Dienst DoubleClick for Publishers (DFP), der auch für die Vermarktung von Googles AMP-Seiten sowie Facebooks Instant Articles verwendet werden kann.

Der Verkauf von DFP-Werbung in Apple News scheint bereits gut anzulaufen. Apple zitiert den Medienkonzern Scripps, laut dem in Apple-News-Kanälen wie denen von Food Network, Home and Garden TV sowie Travel Channel Belegraten von über 90 Prozent erzielt werden könnten. Apple gibt allerdings nicht alle technischen Möglichkeiten frei. So kann DFP nicht für Pre-Roll-Reklame in Videos verwendet werden und HTML5-basierte Anzeigen sind ebenfalls verboten.

Display-Anzeigen inklusive animierte GIFs sind aber erlaubt. Ein Targeting will Apple hingegen weitgehend unterbinden. Aktuell ist solche zielgerichtete Reklame nur nach Kontext und Publikum möglich, wobei beides vergleichsweise eingeschränkt ist. So erlaubt Apple ein Targeting nach Inhaltekategorie, Gerät (iPhone oder iPad), ungefährer Ort (Designated Market Area), Geschlecht sowie Altersgruppe.

Apple betont stets, seine Nutzer so wenig wie möglich tracken zu wollen. Das gilt auch für die News-App des Konzerns, die es seit iOS 9 für iPhone und iPad gibt. Wie andere Apple-Programme achtet die Anwendung dabei auf die Nutzereinstellungen zur Privatsphäre – so kann man etwa die Personalisierung der Reklame unterbinden und ein zentrales Werbecookie zurücksetzen.
(bsc)

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