Video-Abspieler VLC stellt AirPlay-Unterstützung in Aussicht

Die Open-Source-Wiedergabesoftware VLC Media Player stellt einen Ausbau der AirPlay-Unterstützung in Aussicht: Künftig soll Apples Streaming-Protokoll auf weiteren Plattformen integriert werden, um das in der App abgespielte Video an einen AirPlay-fähigen Fernseher zu streamen.

Den Anfang werde die Android-App machen, wie ein VLC-Entwickler auf der Elektronikmesse CES gegenüber US-Medien ankündigte. Ein entsprechendes Update könnte schon in rund einem Monat erscheinen, heißt es.

Nach der Unterstützung von Googles Chromecast in Version 3 wolle man nun Apples AirPlay auf allen Plattformen unterstützen, erklärten die Entwickler gegenüber The Verge – geplant sei eine Integration in VLC Version 4. Für das nächste große Update des Media Players gebe es aber noch keinen festen Veröffentlichungstermin.

AirPlay-Unterstützung bislang nur über einen Umweg – und nur auf Apple-Hardware

Auf Apple-Hardware lässt sich AirPlay-Streaming in VLC bereits nutzen, allerdings nur über einen Umweg: Da der Medienabspieler auf einen eigenen Videoplayer setzt und nicht Apples Framework verwendet, können Nutzer das AirPlay-Streaming von Videos nicht direkt aus der App einleiten. Nutzer müssen stattdessen auf die AirPlay-Bildschirmsynchronisierung (AirPlay Mirroring) zurückgreifen und den gesamten Bildschirminhalt damit spiegeln.

AirPlay-Fernseher im Anmarsch

Fernsehgerätehersteller, darunter Samsung, LG und Sony, haben auf der CES überraschend Unterstützung für AirPlay (und teils auch HomeKit) angekündigt. Nutzer benötigen dann keine vergleichsweise teure Apple-TV-Box mehr, um Videos über das Protokoll drahtlos auf dem großen TV-Bildschirm auszugeben. Ob in den kommenden Wochen weitere TV-Hersteller mit Ankündigungen zu AirPlay-Support nachziehen, bleibt vorerst offen. Apple hat bislang nicht erklärt, was die Zukunftspläne für AirPlay-Video-Streaming sind. Lautsprecher-Hersteller haben bereits seit langem die Option, AirPlay in eigenen Produkten unterstützen.
(lbe)

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